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Westfälische Nachrichten 16.01.2015

Kaum abgeholt – schon am Ziel

Ladbergen - Im Jahr 2009 hatte Henrik Berlemann die Idee, einen lokalen Paketdienst aufzubauen. „Bei Null“ fingen er und sein Partner in Greven an. Heute gehören rund 800 Gewerbebetriebe zu seinen Kunden.

Henrik Berlemann kommt vom Land. Der elterliche Hof liegt im Heidedorf, hier ist er aufgewachsen, hier sind seine Wurzeln. Sowas prägt, besonders dann, wenn der Vater Pferdehändler ist. Einer von denen, die sich im Umgang mit Menschen auf ihr Bauchgefühl verlassen und Geschäfte per Handschlag besiegeln.

Bei einem ersten Treffen mit Udo Schröer, dem Geschäftsführer der „AirportPark FMO“ GmbH, hatte Henrik Berlemann ein gutes Bauchgefühl. Und per Handschlag wurde zunächst der Kauf eines Gewerbegrundstücks von rund 5000 Quadratmetern besiegelt. Dort soll Ende 2015 die „Regio-Logistik“ eine neue Heimat finden, die zurzeit in Greven angesiedelt und deren Geschäftsführer der Ladberger ist.

Henrik Berlemann ist einer, der sich im Logistik-Gewerbe auskennt. Er hat eine Ausbildung zum Speditionskaufmann bei Hellmann in Osnabrück absolviert und dann bei der Spedition Oelrich in Ladbergen gearbeitet. Er absolvierte ein Studium zum „staatlich geprüften Betriebswirt, Fachrichtung Verkehr“ an der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie in Bremen. Im Jahr 2000 machte er sich selbstständig und gründete im Heidedorf die HB-Consulting, in der er Unternehmen Logistikberatung und Interims-Management anbietet.

Dieses eine Standbein war Henrik Berlemann nicht fest genug. Gemeinsam mit seinem Studienkollegen und jetzigen Geschäftspartner Jörg Unruh gründete er 2009 die „Regio-Logistik Deutschland“ GmbH & Co. KG Ladbergen. „Ich habe damals nach Geschäftsfeldern gesucht, die trotz der Wirtschaftskrise noch Wachstum hatten“, erklärt der Geschäftsführer. Der Paketdienst schien diese Voraussetzung zu erfüllen.

Am Standort Greven, den die Unternehmer gewählt hatten, weil er in der Mitte des Dreiecks Münster-Osnabrück-Rheine liegt und sich von dort die Postleitzahl-Bereiche 48 und 49 optimal bedienen lassen, fing Berlemann „bei Null“ an. Heute bedienen seine Kuriere rund 800 Gewerbekunden im Raum Münster und Osnabrück. Ein Erfolg, der für den Geschäftsführer in „Alleinstellungsmerkmalen“ des Unternehmens gründet, dessen Konzept Berlemann und Unruh als Franchise-Modell bundesweit etablieren wollen.

„Wir liefern in einem Einsatzbereich von rund 50 Kilometern um Greven herum innerhalb eines Tages. Pakete, die morgens beim Absender abgeholt werden, sind in der Regel nachmittags beim Empfänger. Sendungen, die nachmittags abgeholt werden, kommen spätestens am nächsten Morgen an“, sagt Henrik Berlemann. „Außerdem befördern wir Sendungen jeder Größe und Art. Das können auch Fahrräder für einen Großhändler sein“, macht der Unternehmer deutlich, „oder ein drei Meter langer Mast für eine Satellitenschüssel.“

Der Unternehmer arbeitet überwiegend mit selbstständigen Kurieren (Franchise-Nehmern) zusammen und hat damit gute Erfahrungen gemacht. „Die Fahrer haben ein Eigeninteresse daran, neue Aufträge zu bekommen. Sie sehen in jedem Paketempfänger einen potenziellen Kunden und achten besonders darauf, dass die Ware heil ankommt“, sagt Berlemann. „Die Schadensquote bei den Sendungen geht gen Null“, freut er sich.

Henrik Berlemann sieht die Ansiedlung des künftigen Hauptsitzes im AirportPark FMO „als strategische Standortentscheidung“ an. Nicht nur, dass er für Besucher eine deutlich bessere Adresse sei als die heutige zwar zweckmäßige aber eher schlichte Halle in Greven. Auch die Verkehrsanbindung sowohl durch den Flughafen Münster/Osnabrück als auch die Autobahn spiele eine entscheidende Rolle.

Das neue Büro- und Hallengebäudes soll bis Ende 2015 fertiggestellt sein. Mittelfristig will „Regio-Logistik“ bis zu 30 Arbeitsplätze im AirportPark schaffen.

Von Sigmar Teuber

Bericht von Freitag, 16. Januar 2015
QUELLE: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Ladbergen/1847375-Regio-Logistik-zieht-um-zum-Airport-Kaum-abgeholt-schon-am-Ziel

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